Intersport-Studie zeigt Lust auf Natur

04. Oktober 2019

Intersport hat seinen aktuellen „Sportreport“ vorgestellt. Die zweite Auflage der Studie zeigte erneut, dass die Lust auf Sport groß ist – und dass es viele dafür in die Natur zieht.  Hier die wichtigsten Ergebnisse.

Knapp 50 Prozent der Deutschen üben sportliche Aktivitäten im Freien aus. Dies ist ein Ergebnis der von Intersport zum zweiten Mal durchgeführten repräsentativen Studie „Sportreport“. Erstmals war die Erhebung 2018 durchgeführt und Anfang des laufenden Jahres präsentiert worden. Dieses Mal wurden im Frühjahr dieses Jahres 1.010 Deutsche zwischen 14 und 69 Jahren zu ihren sportlichen Aktivitäten, Gewohnheiten und Vorlieben befragt. Die Befragung wurde auch in den zum Intersport-Verbund gehörenden Ländern Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn durchgeführt. 

„Sport und Outdoor/Natur“ war eines der Fokusthemen. Dabei zeigte sich, dass 83 Prozent gerne mehr Sport in der Natur machen würden. Als Gründe wurden „wollen an der frischen Luft sein“ (74 %), „finden es schön, in der Natur zu sein“ (66 %)  und „nutzen Sport, um Sonne zu tanken“ (56 %) angegeben. Lieblingsplatz für Sport in der Natur ist laut der Befragung der Wald (62 %), dahinter folgen Park/Wiese (54 %), Gewässer (40 %) und das Areal direkt vor der Haustür (31 %). Aber welche Faktoren hindern andererseits viele Menschen, Sport oder noch mehr Sport in der Natur zu machen? Intersport ermittelte drei Hauptfaktoren: Manche können ihre Lieblingssportarten nur indoor machen (43 %), einige wollen nicht vom Wetter abhängig sein (36 %), und andere haben keine passende Umgebung, um draußen zu sporteln (23 %).

Viele Termine – wenig Sport

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Reports ist die Vereinbarkeit von Sport und Beruf. 80 Prozent der Deutschen versuchen, Bewegung in ihren Berufsalltag zu integrieren. Doch bedeutet der Spagat zwischen Beruf, Familie und Sport eine Herausforderung. 69 Prozent kommen aufgrund ihres vollen Terminkalenders und den familiären Verpflichtungen nicht dazu, Sport auszuüben. Der Wunsch nach mehr Bewegung im Arbeitsalltag ist groß, und dennoch gibt es in Sachen Fitnessangebot ganz klar Nachholbedarf: Über zwei Drittel (65,5 %) der Arbeitgeber in Deutschland bieten kein betriebseigenes Fitnessangebot für die Mitarbeiter.

Ein Problem: Digitale Ablenkung

Die Befragung richtete sich auch auf das Thema „Sport und Kinder“. Fast alle Deutschen wünschen sich sportlich aktive Kinder (89 %). Doch nahezu jeder dritte Elternteil weiß nicht, wie viel Zeit ihr Kind mit Sport verbringt. Was für Erwachsene in Bezug auf beruflichen Stress gilt, trifft auch auf Kinder zu. 53 % der Eltern geben an, dass ihre Kinder aufgrund von Zeitmangel und Schulstress nicht zum Sport kommen.

Ein weiteres Hindernis für sportlich aktive Kids ist die Ablenkung durch digitale Medien. Mit 21 Prozent sind elektronische Geräte und digitale Medien ein Hauptgrund, der die Kinder vom Sport abhält. „Die Frage ist, wie wir unsere Kids zu mehr Bewegung motivieren können“, sagt Mathias Boenke, Vorstand Intersport Deutschland. „Auch wenn Sport den meisten wichtig ist, so ist es für viele immer schwieriger, Beruf, Familie und das eigene Sportprogramm zu vereinen. Als Sportartikelhändler wollen wir unsere sportbegeisterten Kunden darin unterstützen, wie sie ihre Lieblingsbetätigung am besten ausüben können.“

www.intersport.de

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