„Gute Balance aus Reruns und Innovationen“

Wie blickt die Outdoor-Branche auf die kommende Herbst-/Wintersaison 2021/22? Wie stehen die Vorzeichen, und was erwarten Hersteller und Händler? Wir haben uns für Ausgabe 07/21 umgehört – und stellen die Statements der Verantwortlichen aus den Unternehmen in voller Länge nach und nach hier auf die Website. Hier Teil 1 des Interviews mit Markus Zanier, CEO des österreichischen Handschuhanbieters Zanier. 

outdoor.markt: Die Situation ist für Händler wie Hersteller nach wie vor durch die Pandemie mitgeprägt. Wie blicken Sie auf die kommende Wintersaison? Mit welcher Nachfrage rechnen Sie, und wie haben Sie als Hersteller geplant und sich vorbereitet? 

Markus Zanier: Für uns war es wichtig, auch für diese ganz spezielle Saison Innovationen zu entwickeln, damit der Handel den Kunden neue Storys, neue Produkte und Features präsentieren kann. Innovation gehört bei uns zur Marken-DNA. Gleichzeitig setzen wir auf bewährte Modelle, um den Abwertungsdruck von den Bilanzen unserer Händler wegzuhalten. Ich denke, wir haben hier eine gute Balance aus langlebigen Reruns und absoluten Innovationen gefunden. Neuheiten wie die Multisport-„Core“-Line, neue Eiskletter- und Bergsportmodelle, ein Fokus auf Skitouren und Freeride werden dem Trend zu Sportaktivitäten abseits von Aufstiegshilfen, am Berg und im Backcountry gerecht.  

Markus Zanier, CEO Zanier

Wie flexibel können Sie gegebenenfalls reagieren, wenn die Nachfrage zum Beispiel „explodieren“ sollte? Rechnen Sie nach wie vor mit Lieferengpässen?

Hier baue ich auf die über 50-jährige Erfahrung unseres Familienbetriebes in diesem Geschäft. In der Wintersportbranche arbeitet man seit jeher mit dieser Herausforderung, schließlich ist diese von Wetter und Schneelage abhängig. 

Wie geht der Handel mit der Situation um – in Bezug auf (Vor-)Ordermengen etc. Und was bedeutet das gegebenenfalls für Sie als Hersteller?

Jetzt gilt es einfach, dass Hersteller und Handel zusammenrücken, um gemeinsam aus diesem Tal wieder rauszukommen. Wer im vergangenen Winter sein Geschäft nicht öffnen konnte, konnte das auch nicht zu 100 Prozent mit Onlineaktivitäten abfedern. Unser Alpenraum ist stark an den Tourismus – und damit den stationären Handel – gekoppelt. Wir können Umsätze nicht in Silos betrachten. Es geht um die Frage, wie wir uns volkswirtschaftlich von dieser Krise erholen, und das wird sich zeigen. Im Moment stärken mich als Hersteller einfach folgende Faktoren: Unser Team, dass ich Optimist bin, dass in der über 50-jährigen Geschichte unserer Marke Partnerschaft immer zu einem der wichtigsten Werten zählte und dass ich an Innovation und Produktentwicklung auch in Krisenzeiten glaube.

www.zanier.com

Hier geht es zu Teil 2 des Interviews.

 

Fotos: Zanier/Florian Albert

Tags:

Comments are closed.